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Der Kopierschutz sorgt seit Anbeginn der Gamer-Zeit für Unmut zwischen Hersteller und Spieler. Nun sind die Umsätze der Spieleentwickler nicht nur von Crackern und illegale Tauschbörsen, sondern auch vom Aufstieg der leistungsstarken Smartphones bedroht. Es ist nicht verwunderlich, dass der Kopierschutz für teuer entwickelte Spiele deshalb immer rigoroser wird.
Spieleriese EA reagiert auf sinkende Umsatzzahlen mit Mitteln, die bereits den Spieleapp-Entwicklern zu großen Erfolgen verholfen haben. Das Unternehmen bot also Teile eines Spiels als kostenpflichtige Add-Ons an. Die Fans sind wütend und wählten EA zum schlimmsten Unternehmen der USA 2012.
Was Valve mit Steam vormachte, perfektionierte EA mit seinem Online-Dienst Origin. Die Software ist mittlerweile für das Spielen von Hits wie Battlefield 3 obligatorisch. Unter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass die Software auch die Festplatten der Nutzer nach Raubkopien ausspäht. Zwar wurden keine Beweise für diese Vorwürfe gefunden, für Gamer bleibt allerdings ein bitterer Nachgeschmack.
Wer im Teamchat bei Battlefield seinem Frust in Form von Beleidigungen Luft macht, gerät in Gefahr von Origin gebannt zu werden und somit trotz teuerem Spieleerwerbs für immer aus dem Spiel ausgeschlossen zu werden.
Der Onlinezwang der Spielehersteller wird mittlerweile von vielen Unternehmen adaptiert. Wer Anno 2070 von Ubisoft spielen wollte, wurde verpflichtet die gesamte Spielzeit über online zu sein. Das Verfahren, dass nach Angaben von Ubisoft effektiv zur Bekämpfung von Raubkopien sei, zeigte seine Nachteile, als bei Ubisoft für Stunden die Server ausfielen. Den Spielern war es nicht möglich, während dieser Zeit ins Spiel zu kommen.
Besonders kritisch sehen Rechtsexperten die Tendenzen hinsichtlich des Verkaufs gebrauchter Spiele. Wem Konsolenspiele bislang zu teuer waren, der konnte sich beim Händler um die Ecke einfach gebrauchte zulegen. Mit dem Online-Zwang und der Registrierungspflicht kann es schon in kürze dazu kommen, dass ein Weiterverkauf von Spielen, die nur mit einem Online-Account funktionieren, nicht mehr möglich ist.





